Contracting - Umgestaltung von Energiesystemen

Energie Contracting ist eine auf einem Vertrag basierende Kooperationsform, bei der der Contractingnehmer die Energiebewirtschaftung seiner Objekte betreffende, ausgewählte Aufgaben mit dem Ziel der Effizienzverbesserung und Kostensenkung bei der Erzeugung, Umwandlung und Nutzung von Energie auf den Contractinggeber überträgt. Es existieren verschiedene Contracting Modelle, die sich vor allem hinsichtlich der Schwerpunkte und des Umfangs der angebotenen Leistungen unterscheiden.

Durch die optimierte Energieversorgung beim Contractingnehmer werden Energiesparpotenziale aufgedeckt und eine effiziente Kostensenkung erzielt. Die Kooperationsform des Energie Contractings konnte sich in den vergangen Jahren bereits nachhaltig am deutschen Energiemarkt etablieren.

  1. Hintergrund
  2. Begriffsklärung
  3. Ziele bzw. Vorteile von Energie Contracting
  4. Kosteneffizienz und technische Effizienz als Säulen des Contractings
  5. Contracting Vertrag
  6. Contracting Modelle
  7. GETEC - Übernahme von Versorgungs- und Energiedienstleistungen

Hintergrund

Der Begriff Energie Contracting gewinnt stetig weiter an Bedeutung. Als Ursachen hierfür sind sowohl umwelttechnische als auch wirtschaftliche Aspekte anzuführen.

Contracting als Instrument zur Energieeffizienzerhöhung

Aus Sicht der Umwelt kann Energie Contracting als ein wesentliches Instrument zur Energieeffizienzverbesserung und damit zur Erreichung der sogenannten "20-20-20-Ziele" der EU angesehen werden. Die Nachfrage nach Energie steigt kontinuierlich an, während das Angebot an natürlichen Ressourcen, wie fossilen Energieträgern immer knapper wird.

Sowohl dieser Sachverhalt als auch die Auswirkungen des Klimawandels stellen die Energiepolitik vor große Herausforderungen. Zur Bewältigung dieser Anforderungen wurden 2008 von der Europäischen Union die sogenannten "20-20-20-Ziele" verabschiedet. Demnach soll bis zum Jahr 2020 der Primärenergieverbrauch um 20 % verringert werden. Dies soll über einen Anteil der regenerativen Energie am Gesamtenergieverbrauch von 20 % und einer Energieeffizienzsteigerung von 20 % erreicht werden. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen um 20 % zu verringern. Basis hierfür bilden die Werte aus dem Jahr 1990.

Auch Art. 6 Absatz 3 der Endenergieeffizienz- und Energiedienstleistungsrichtlinie der Europäischen Union, welche Ende 2010 mittels des Energiedienstleistungsgesetzes Eingang in die deutsche Gesetzgebung fand, verlangt Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung und damit zur CO2-Reduzierung.

Positive wirtschaftliche Folgen des Contractings

Die Folge der gesetzlichen Rahmenbedingungen sind beispielsweise steigende Energiepreise, höhere Nutzungsentgelte für die Energienetze sowie wachsende Umlagen auf den Bezug von Elektrizität (z.B. KWK-Umlage, EEG-Umlage / Erneuerbare Energien Umlage). Diese Faktoren stellen für viele Unternehmen einen nicht unerheblichen Kostentreiber dar.

Mit Hilfe des Energie Contractings können erhebliche Einsparpotenziale aufgedeckt und realisiert werden. Der Contractor durchleuchtet sowohl die Energieströme, als auch die energiewirtschaftliche Situation des Contractingnehmers und gibt Hilfestellung bei der Optimierung. Hierdurch können sowohl Effizienzmaßnahmen umgesetzt als auch Kostenoptimierungen wie z.B. das Load-Management, also die gezielte Verschiebung und Vermeidung von Lastspitzen, gezielt umgesetzt werden. Insbesondere die energieintensive Industrie kann hierdurch Wettbewerbsvoteile im weiter fortschreitenden Prozesses der Globalisierung realisieren.

Contracting – Wachstumsmarkt mit Zukunft

Auf Basis der erläuterten Aspekte, lässt sich die These aufstellen, dass es sich beim Contracting um einen nicht erschöpften Wachstumsmarkt handelt. Die Kommission der Europäischen Union sieht in der Anwendung von Contracting bereits seit über zwanzig Jahren die voraussichtlich zukunftsträchtigste Methode zur Aktivierung von Energiesparinvestitionen. Sie fordert die Mitgliedstaaten bereits seit Langem auf, sämtliche Contractingaktivitäten zu beschleunigen und alle Hindernisse, die dieses Instrument in seiner Anwendung behindern, zu beseitigen. Die Umsetzung dieser Forderung der EU findet sich im NAPE (Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz) der Bundesregierung wieder und initiiert so weite Wachstumsimpulse.

Begriffsklärung

Informationen zum Ursprung des Verfahrens, was genau unter dem Begriff "Contracting" zu verstehen ist und wer die beteiligten Parteien sind, kann folgend in Erfahrung gebracht werden.

James Watt und die Dampfturbine

Die Grundidee des Energie Contractings ist auf den Erfinder und Maschinenbauer James Watt (*19.01.1736, +25.08.1819) zurückzuführen. Zur Vermarktung seiner Dampfmaschine verfolgte er die Strategie, diese nicht zu verkaufen, sondern ausschließlich zur Nutzung zur Verfügung zu stellen. Als Gegenleistung erhielt er lediglich ein Drittel der durch die Nutzung der Dampfturbine erzielten Einsparungen. Diese Grundidee ist das Prinzip des so genannten Einspar-Contractings.

Finanzierung & Errichtung von Energieumwandlungsanalagen

Mögliche Aufgaben, welche heutzutage im Rahmen des Energie Contractings vom Contractingnehmer auf den Contractor übertragen werden, sind u.a.:

  • Beratung,
  • Planung,
  • Finanzierung und
  • Errichtung

von Energieumwandlungsanlagen bzw. einzelner Komponenten sowie deren:

  • Betrieb,
  • Instandhaltung,
  • Wartung und
  • Versicherung.

Es können sowohl einzelne Aufgaben als auch das gesamte Aufgabenspektrum übertragen werden.

Bei den Objekten, deren Energiebewirtschaftung übertragen wird, kann es sich zum Beispiel um Industrieanlagen, komplexe Liegenschaften oder auch um einzelne Gebäude sowie um einzelne Anlagen oder ganze Industrieparks handeln.

Contractor & Contractingnehmer

Als Contractor treten regelmäßig Energieversorgungsunternehmen oder spezialisierte Dienstleistungsunternehmen auf. Typische Contractingnehmer sind Unternehmen verschiedenster Industriebereiche, aber auch Kommunen und Institutionen der Wohnungswirtschaft.

Die finanzielle Entlohnung des Contractinggebers wird durch das gewählte Contracting Modell bestimmt. Neben der klassischen Liefer-Contracting besteht auch die Möglichkeit, die Entlohnung vollständig oder teilweise in Abhängigkeit von den erzielten Kosteneinsparungen zu gestalten, dem sogenannten Einspar-Contracting.

Ziele bzw. Vorteile von Energie Contracting

Aus Sicht der Beteiligten bringt Energie Contracting sowohl für die Nutzerseite, den Contractingnehmer, als auch für die Seite der Contractoren verschiedene Vorteile. Der primäre Vorteil des Contractings ist das Outsourcing von Fragestellungen im Bezug auf Energiedienstleistungen an den Contractinggeber, der über ausgiebige Expertise verfügt, die Energieeffizienz steigern und somit eine Kostensenkung erzielen kann.

Kostensenkung & steigende Rentabilität

Für den Kunden führt Contracting regelmäßig zur Kostensenkung in der Energiebereitstellung, dadurch zu abnehmenden Herstellkosten und steigender Rentabilität. Dabei sind Aspekte wie Kostenoptimierung, - sicherheit und - transparenz von entscheidender Bedeutung. Darüber hinaus können Projekte gegenüber der Eigenrealisierung in kürzerer Zeit und qualitativ höherwertiger realisiert werden und der Kunde wird im Bezug auf energiewirtschaftliche Fragestellungen entlastet und kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren.

Positive Effekte auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen

Wird die Finanzierung der vereinbarten Maßnahmen durch den Contractor übernommen, gewinnt der Contractingnehmer zudem die Freiheit, die gewonnene Liquidität anderweitig einzusetzen. Finanzielle Engpässe, eine mangelnde Verschuldungsbereitschaft und andere Investitionsprioritäten verlieren ihre hemmende Wirkung, wenn sämtliche mit der Finanzierung verbundenen Aufgaben auf einen Contractinggeber übertragen werden. Ergänzend wird die Bilanz des Contractingnehmers nicht belastet und übt insofern einen positiven Effekt auf maßgebliche betriebswirtschaftliche Kennzahlen und somit auf das Rating sowie auf die Finanzierungskonditionen für kernkompetenznahe Investitionen aus.

Auslagerung betriebswirtschaftlicher Risiken

Werden die Aufgaben der Betriebsführung und Energieversorgung auf den Contractinggeber übertragen, entsteht für den Contractingnehmer ein erheblicher Mehrwert durch die Auslagerung von technischen und wirtschaftlichen Betriebsrisiken sowie die Übernahme von Funktions-, Performance- und Preisgarantien durch den Contractor. Dadurch werden Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Anlage erhöht bzw. Ausfallwahrscheinlichkeiten und Stillstandszeiten minimiert. Schließlich stellt auch die Sicherstellung eines reaktionsschnellen und fachmännischen Service- und Notdienstes ein Kernelement der Qualitätsphilosophie eines jeden Contractors dar.

Senkung des CO2-Ausstoßes

Neben dem für die Contractingnehmer aufgezeigten Mehrwert ist Contracting dazu geeignet, durch den Einsatz umweltkompatibler Technik den CO2-Ausstoß zu senken. Die zum Standardrepertoire leistungsfähiger Contractoren zählenden Techniken leisten einen hohen Beitrag zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Durch den Einsatz umweltkompatibler Technik, wie z.B. die Kraft-Wärme-Kopplung oder die Verwendung von Biomasse, ist Contracting auch eine Option, um erhebliche Potenziale zu erschließen, die aus Klimaschutzgründen zügig genutzt werden sollten.

Contracting der GETEC heat & power

Kosteneffizienz und technische Effizienz als Säulen des Contractings

Da insbesondere die Kosteneffizienz einer Alternative entscheidungsrelevant ist, kann Contracting nur dann erfolgreich sein, wenn die korrespondierenden Vorteile entsprechend groß sind.

Beschaffungsvorteile für Brennstoffe

Der diesbezügliche Werttreiber des Contracting liegt hier insbesondere in Beschaffungsvorteilen für Brennstoffe, da diese die wesentliche Kostenposition des Contractors darstellen. Hierin liegt zugleich die Begründung, weshalb Contracting ein Phänomen der Energiebereitstellung bzw. der Energiewirtschaft ist. An kaum einer anderen Stelle löst eine Investition so hohe Folgenkosten aus, weshalb die ganzheitliche Betrachtung hier derart dominiert. Überdies führt diese Erkenntnis zu einer gewissen "Gesetzmäßigkeit des Contracting": Betrachtet man die gesamten Lebenszykluskosten, lassen sich hohe Investitionskosten für Energieversorgungslösungen durch die Nutzung kostengünstiger Brennstoffe rechtfertigen.

Technische Effizienz - Umgestaltung der Energiesysteme

Neben der Kosteneffizienz aus Kundensicht, erlangt technische Effizienz aus Sicht des Contractors enorme Bedeutung, da diese wiederum seine Ertragslage bestimmt. Insofern wohnt dem Contracting ein natürlicher "Effizienzzwang" für den Contractinggeber inne. Da das wirtschaftliche Risiko eines weniger wirkungsvollen Betriebes bei ihm liegt, muss er die Energie möglichst effizient bereitstellen. Je weniger Verluste mit der Nutzenergieerzeugung einhergehen, desto besser sein Ergebnis. Contracting führt aufgrund der immanenten Tendenz zu höchster Energieeffizienz zu einer abnehmenden Emission von mit der Energieerzeugung verbundenen Schadstoffen und Treibhausgasen. Wesenskern des Contracting ist es gerade, Investitionen in effiziente Techniken, vor allem durch eine Reduktion ineffizienter Energieumwandlung, eine Umgestaltung der Energiesysteme sowie den Ersatz älterer Techniken, zu ermöglichen. Dafür bringt das Werkzeug Contracting die notwendigen finanziellen Mittel und Know-How  mit und offeriert diese im Kontext einer allumfassenden, ganzheitlichen Dienstleistung. Das für die Umstrukturierungen und Technologiesubstitutionen notwendige Kapital wird frei, indem Contracting Ressourcen einspart und durch Systemintelligenz und Effizienz ersetzt. Im Ergebnis kann Contracting helfen, antiquierte durch zukunftsfähige Techniken zu substituieren.

Contracting Vertrag

Der Contracting-Vertrag wird direkt zwischen dem Kunden und dem Contractor abgeschlossen. Die Laufzeit beträgt in der Regel 5 bis 20 Jahre, um auf Basis einer längerfristigen Partnerschaft Investitionen in hocheffiziente Anlagen zu rechtfertigen und so entscheidende Energieeinsparungen erzielen zu können.

Im Vertrag sind die übertragenden Aufgaben räumlich und zeitlich eindeutig abzugrenzen. Weiterhin muss klar hervorgehen, dass der Contractor im eigenen Namen bzw. auf eigene Rechnung handelt.

Bei der Gestaltung von Contracting Verträgen ist zu beachten, dass diese im Normalfall nicht vollständig spezifiziert werden können und so einen gewissen Raum für ein opportunistisches Verhalten der Vertragsparteien ermöglicht.

Contracting Modelle

Auf dem heutigen Energiemarkt gibt es zahlreiche Dienstleistungen, die der Definition des Energie Contractings entsprechen. Diese Grundlagen machen es notwendig, eine Differenzierung in verschiedene Contracting Modelle vorzunehmen. Diese Differenzierung kann entweder auf die Inhalte der Kooperation oder aber auf die rechtliche Ausgestaltung der Kooperationsform zwischen dem Contractingnehmer und dem Contractor abzielen.

Inhaltlich lässt sich Energie Contracting zunächst, wie in der nachfolgenden Grafik aufgezeigt, in anlagenbezogenes, kombiniertes sowie Einspar-Contracting unterteilen.

Contracting Klassifizierung

Anlagenbezogenes Contracting

Das anlagenbezogene Contracting beinhaltet Dienstleistungen zur Optimierung von Anlagen, die der Umwandlung von Sekundärenergie in die vom Kunden benötigte Nutzenergie dienen.

Eine weitere Unterscheidung des anlagenbezogenen Contractings kann beispielsweise

  • hinsichtlich der Leistung der zu betreibenden Anlage (Großanlagen-/Kleinanlagen-Contracting),
  • der erzeugten Nutzenergie (Kälte-/Wärmecontracting/ Lichtcontracting/ Druckluftcontracting) oder
  • der eingesetzten Primärenergie (fossileregenerative Brennstoffe) erfolgen.

Gemäß DIN 8930 können vier etablierte Contracting-Formen unterschieden werden, auf die im Folgenden jeweils näher eingegangen wird. Dabei können das Energieliefer-Contracting, das Finanzierungs-Contracting und das technische Anlagenmanagement der Gruppe anlagenbezogenes Contracting zugeordnet werden. Die Contractingform des Einspar-Contracting ist hingegen separat zur betrachten.

Energieliefer-Contracting

Das Ziel des Energieliefer-Contractings, auch Anlagen-Contracting oder Nutzenergie-Lieferung genannt, besteht in der Belieferung des Kunden mit der von ihm benötigten Nutzenergie. Bei der Nutzenergie kann es sich beispielsweise um Wärme, Kälte, Druckluft  und/oder Elektrizität bzw. Strom handeln.

Für die Realisierung bzw. Umsetzung dieser Belieferung mit Nutzenergie werden durch den Contractor im Normalfall folgende Aufgabenpakete übernommen:

  • Investition inklusive Planung, Finanzierung, Bau, Inbetriebnahme und ggf. auch Außerbetriebnahme einer Energieumwandlungsanlage
  • Betriebsführung inklusive Bedienung und Instandhaltung der Anlage
  • Energiemanagement und -versorgung inklusive Einkauf der Sekundärenergie und Verkauf der Nutzenergie

Die Energieumwandlungsanlage wird auf dem Grundstück des Kunden errichtet und verbleibt im Normalfall für die gesamte Vertragslaufzeit im Eigentum des Contractors. Für die Bereitstellung des Grundstückes muss der Contractinggeber ein Entgelt an den Kunden zahlen. Nach Abschluss der Vertragslaufzeit wird die Anlage entweder an den Kunden verkauft oder durch den Contractinggeber zurückgebaut.

Die Entlohnung des Contractinggebers erfolgt über den Nutzenergiebezugspreis, welcher sich i.d.R. aus einem Grundpreis und einem Arbeitspreis zusammensetzt.

Finanzierungs-Contracting

Das Finanzierungs-Contracting kann als Anlagenbau-Leasing verstanden werden. Hierbei übernimmt der Contractinggeber lediglich die Aufgaben zur Planung, Finanzierung sowie zur Errichtung der Energieumwandlungsanlage. Die Aufgaben der Betriebsführung sowie der Energieversorgung verbleiben beim Kunden. Somit wird auch das technische und wirtschaftliche Risiko von diesem getragen.

Das Eigentum der Anlage liegt für die gesamte Vertragslaufzeit beim Contractor. Nach Beendigung des Vertrages besteht auch hier die Möglichkeit, dass der Kunde die Anlage abkauft. Die Entlohnung des Contractors erfolgt in diesem Fall über ein festes Nutzungsentgelt.

Technisches Anlagenmanagement

Beim technischen Anlagenmanagement oder auch Betriebsführungscontracting beschränken sich die Aufgaben des Contractors auf die technische bzw. kaufmännische Betriebsführung der Anlage. Die technische Betriebsführung einer Anlage beinhaltet Aufgaben, wie die Überwachung, die Instandhaltung und den Service. Die kaufmännische Betriebsführung hingegen umfasst Aufgaben, wie das Abrechnungs- und Versicherungswesen, die Erfassung von Betriebsdaten oder die Verhandlung von Energieversorgungsverträgen.

Die Anlage wird durch den Kunden errichtet, in Betrieb genommen und verbleibt auch über die gesamte Vertragslaufzeit in dessen Eigentum. Auch die Aufgaben der Energieversorgung koordiniert der Kunde selbst.

Die Entlohnung des Contractinggebers ist im Normalfall abhängig von dessen getätigtem Aufwand.

Einspar-Contracting

Beim Einspar-Contracting, welches auch als Performance-Contracting, Energie-Einspar-Contracting oder Energiespar-Contracting bezeichnet wird, steht nicht wie bei allen bisher erläuterten Contracting-Formen die Versorgung des Kunden mit Energie im Vordergrund. Hier geht es vielmehr um die Maßnahmen zur Verringerung des Energiebedarfes des Kunden und somit um die der Energieeffizienzsteigerung.

Die Aufgabe des Contractors besteht prinzipiell darin, zunächst auf eigene Rechnung Maßnahmen oder Komponenten zu planen, zu finanzieren und zu installieren, die die Energieeffizienzverbesserung bewirken sollen. Demzufolge steht hier nicht die Lieferung von Nutzenergie, sondern die Durchführung von Optimierungsmaßnahmen im Mittelpunkt.

Ein entscheidendes Merkmal dieser Form des Contractings liegt darin, dass die Entlohnung des Contractor vollständig oder teilweise von der Einsparung aus der erzielten Energieeffizienzverbesserungen abhängt. In der Regel ist das Einsparcontracting für den Contractingnehmer vollkommen risikolos. Durch das umfassende Know-How des Contractors werden verborgene Effizienzmaßnahmen gehoben, die zum Teil zu erheblichen Einsparungen führen können. Das Know-How des Contractors erlaubt es nicht nur die Low-Hanging-Froods zu ernten sondern auch tiefere Maßnahmen, die zum Teil in die Prozessführung des Kunden eingreifen umzusetzen, Übliche Maßnahmen sind der Austausch von ineffizienten mechanischen Antrieben (Pumpen, Gebläsen), das Load-Management zum Vermeiden von Lastspitzen sowie die Implementierung von Maßnahmen zur Wärmerückgewinnung.

Das Anwendungsfeld von Einspar-Contracting ist vielseitig und bildet eine Brücke zwischen Energieberatungsdienstleistung und Investition in Anlagentechnik. Zum Teil können alleine über die optimierte Steuerung von Prozessen erhebliche Einsparungen generiert werden, was über die Investition in Regelungstechnik und intelligenter Steuerung realisiert werden kann.

GETEC - Übernahme von Versorgungs- und Energiedienstleistungen

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