Blockheizkraftwerk versorgt UNESCO-Welterbe-Siedlung

16.04.2012

Der Berliner Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller, hat heute das Blockheizkraftwerk „Weiße Stadt“ der Deutsche Wohnen AG in Berlin-Reinickendorf offiziell in Betrieb genommen. Das von der Magdeburger GETEC AG errichtete Blockheizkraftwerk (BHKW) ist eines der größten in der deutschen Wohnungswirtschaft und versorgt in Kombination mit einer hochmodernen Kesselanlage 2.500 Wohnungen umweltfreundlich mit Wärme und Warmwasser.


Zufrieden mit der Inbetriebnahme des neuen Heizkraftwerkes in der "Weißen Stadt" (v.l.nr.): Die Vorstandsvorsitzenden Dr. Karl Gerhold (GETEC AG) und Michael Zahn (Deutsche Wohnen AG) sowie Berlins Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Herr Michael Müller. (Abbildung 900 KB)

Senator Michael Müller: „Denkmalschutz und Umweltschutz harmonisch aufeinander abzustimmen, ist nicht einfach. Was der Umwelt guttut, beeinträchtigt gelegentlich wertvolle, historische Bausubstanz. Aber es gibt auch Projekte, von denen alle profitieren: Das größte Blockheizkraftwerk der Berliner Wohnungswirtschaft rechnet sich für die Umwelt und für die Mieterinnen und Mieter. Verglichen mit der alten Befeuerung durch Heizöl werden  jährlich mehr als 3.800 t CO2 eingespart. Diese technisch anspruchsvolle Anlage hilft uns deshalb, unsere klimapolitischen Ziele in Berlin zu erreichen. Bei Errichtung der Siedlung vor über 80 Jahren war die zentrale Wärmeversorgung ein außergewöhnlicher Luxus. Heute gewährleistet moderne Ingenieurkunst Wohnkomfort plus Umweltschutz. Hier zeigt ein privates Wohnungsunternehmen, wie Ökonomie, Ökologie und Denkmalschutz eine wegweisende Berliner Mischung ergeben.“

Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen AG: “Von 2009 bis Ende 2012 werden wir in die Gebäudesubstanz und die Außenanlagen der Weißen Stadt insgesamt EUR 8,7 Mio. investiert haben, ab 2013 sind weitere EUR 11 Mio. eingeplant; von diesen insgesamt knapp EUR 20 Mio. werden EUR 2,25 Mio. von Bund und Land gefördert. Bei der Umsetzung der Baumaßnahmen arbeiten wir reibungslos mit den Denkmalschutzbehörden von Bezirk und Land zusammen. Auch bei der Beantragung der Fördermittel, der Gestaltung der Gartenanlagen oder kürzlich bei der Abstimmung zum Einbau des BHKWs hat sich die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt bewährt. Hier in der Weißen Stadt haben sich das Land Berlin und wir als privates Wohnungsunternehmen die Bälle ideal gegenseitig zugespielt. Im Bewusstsein der Herausforderungen, vor denen unsere Branche steht, ist das für mich ein ermutigendes Beispiel für die geglückte Kooperation zwischen Politik und Wohnungswirtschaft.“

Das Blockheizkraftwerk mit seiner elektrischen Leistung von 900 kW wird jährlich bis zu 7.200 MWh elektrische Energie produzieren, d.h. den Strombedarf für rund 2.000 Haushalte decken. Die dabei anfallende thermische Energie reicht aus, um die Warmwasserbereitung der insgesamt 2.500 angeschlossenen Wohnungen fast vollständig sicherzustellen. Im Winter übernehmen zwei moderne Gaskessel mit Abgaswärmetauscher mit einer Gesamtleistung von 11,6 MW die Abdeckung der Spitzenlast der Heizenergieversorgung. Dr. Karl Gerhold, Vorstandssprecher der GETEC AG, betont, dass solche effizienten Blockheizkraftwerke ein wichtiger Baustein der Energiewende sind: „Die Verbindung einer konstanten Stromproduktion mit Nutzung der anfallenden Heizenergie sorgt hier dafür, dass der Primärenergiebedarf um rund 32% gesenkt wird. Auch die Mieter profitieren – trotz steigender Energiepreise – von bis zu 5% geringeren Heizenergiekosten.“


GETEC-Heizkraftwerk in der denkmalgeschützten "Weißen Stadt" in Berlin-Reinickendorf. (Abbildung 1,78 MB)

Die Weiße Stadt mit ihren gut 1.200 Wohnungen wurde zwischen 1929 und 1931 von den Architekten Otto Rudolf Salvisberg, Bruno Ahrends und Wilhelm Büning erbaut, als Freiraumplaner wirkte Ludwig Lesser. Besonders markant sind die lebhaften Farbakzente an Dachüberständen, Fensterrahmen oder Regenfallrohren sowie das weithin sichtbare „Brückenhaus“ über der Aroser Allee. Die Deutsche Wohnen AG hat den größten Teil der Siedlung 2006 erworben, ihr gehören heute über 1.000 Wohnungen. Seit 2008 steht die Weiße Stadt mit fünf weiteren Siedlungen der Klassischen Moderne auf der Welterbeliste der UNESCO.

Deutsche Wohnen AG
Die Deutsche Wohnen ist eine der größten börsennotierten Wohnungsgesellschaften Deutschlands, deren operativer Fokus auf der Bewirtschaftung und Entwicklung ihres Wohnungsbestands liegt. Das Portfolio umfasst insgesamt 51.103 Einheiten, davon 50.626 Wohneinheiten und 477 Gewerbeimmobilien. Die Gesellschaft ist mit 102,3 Mio. Aktien im MDAX der Deutschen Börse gelistet und wird zudem in den wesentlichen Indizes EPRA/NAREIT und GPR 250 geführt.
Weitere Informationen:  www.deutsche-wohnen.com

GETEC AG
GETEC AG wurde 1993 in Magdeburg gegründet und ist heute einer der Marktführer im Contracting, der Übernahme von Energiedienst- und Versorgungsleistungen. Das Unternehmen ist deutschlandweit, in Österreich, der Schweiz und den Benelux-Ländern aktiv. GETEC versorgt Industriebetriebe, Wohnungsunternehmen und große Liegenschaften auf effiziente und umweltschonende Weise mit Wärme, Dampf, Kälte und Strom.
Weitere Informationen: www.getec.de


Kontakt:

Deutsche Wohnen AG
Manuela Damianakis
Unternehmenskommunikation
Mecklenburgische Straße 57
14197 Berlin
Tel.: 030 897 86 505
Fax: 030 897 86 507
E-Mail: manuela.damianakis@ag.deuwo.com


GETEC AG
Thomas Nawrath
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Albert-Vater-Straße 50
39108 Magdeburg
Tel.: 0391 2568 303
Fax.: 0391 2568 120
E-Mail: nawrath@getec.de


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